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17kVA Diesel-Generator mit ATS

Lesetid 4 minutter

Aktualisiert – juli 27, 2026

Ein 17kVA Diesel-Generator mit ATS (Automatischer Transfer Switch) gewährleistet auch bei längerem Stromausfall den Betrieb der Verbraucher eines durchschnittlichen Einfamilienhauses.

Fundament des Generators

Der Generator benötigt bei 800 kg Gesamtgewicht ein solides Fundament. Das kann eine Betonplatte von etwa 240 x 900 mm sein, aber auch ein #podest auf vier soliden Erdschrauben, je nach Bodenbeschaffenheit.

Bei Wahl der letztgenannten Möglichkeiten sind je zwei 70 x 70 mm Balken in Längsrichtung auf die Erdschrauben-Balkenschuhe zu montieren, die an den Stirnseiten mit einem Balken von identischem Maß und stabilen Winkeln abgeschlossen werden. Die Längsbalken werden mit Zick-Zack-Verstrebungen und massiven Holzschrauben gegeneinander versteift, bevor auf diese Rahmenkonstruktion 27 mm dicke Bohlen als durchgehenden Boden aufgebracht und verschraubt werden.

Auf der Platform werden vier Vibrationsdämpfer vom Typ RS PRO Außengewinde-Puffer M16 400 kg, Ø 65 mm x 40 mm, Shore A60 im Abstand der Befestigungsbohrungen des Generators verschraubt.

Nach Lieferung des Generators per selbstfahrendem Stapler oder Kran und exaktem Absetzen auf den Vibrationsdämpfern, wird das Generatorgestell mit 4x M16 Schrauben mit Unterlegscheibe, Gummischeibe, Nylon-Scheibe mit den Dämpfern verschraubt. Die Nylon-Unterlegscheibe verhindert ein Aufreiben der zusätzlich entkoppelnden Gummi-Unterlegscheibe.

Diese zusätzlichen Maßnahmen zur Vibrations- und damit auch Schalldämpfung machen sich, trotz bereits im Generatorgehäsue vorhandener Vibrtationsdämpfer, deutlich bemerkbar.

Abgasführung

Der Abgasauslass ist senkrecht nach oben mit vorgeschaltetem Schalldämpfer ausgeführt und mitttels, bei Betrieb selbstätig öffnender, Klappe gegen Eindringen von Regen in selbigen geschützt.

Witterungs- und Schallschutz

Wenngleich der Generator in seinem massiven Metallgehäuse wassergeschützt ist, schadet es nicht, ihn in ein weiteres Gehäuse gegen jegliche Witterungseinflüsse zu schützen.

D.h. auf dem Fundament / Podest werden vier senkrechte Baken mit zu einer Schmalseite hin abfallenden Dachneigung und entsprechend angepasster Schräge angebaut. Zwei Längsbalken und zwei das sich ergebende Rechteck abschließende Querbalken bilden die Auflagefläche der Dachbretter, sowie des Profilblechdaches.

Auf den Längsseiten sind je zwei Flügeltüren, ebenso auf den Schmalseiten vorzusehen, um bei Wartungstätigleiten allseitig uneingeschränkten Zugriff auf alle Komponenten zu haben.

Die Innenseiten können mit Schallschutzmatten oder hilfsweise auch Armaflex-Beschichtung ausgestattet werden.

Dachseitig ist eine wasserdichte Durchführung für das Auspuffrohr einzubauen, um ein ungehindertes Ausblasen der Abgase zu gewährleisten, aber auch ein Eindringen von Regen zu vermeiden.

Elektrisk tilkobling

Für den Anschluss des Generators ist eine 5 x 10 mm² bis 5 x 16 mm² NYM-J (Innenbereich) oder NYY-J (Außen- & Erdbereich) auch bei längeren Kabelwegen absolut ausreichend und bietet noch ordentlich Reserven, falls größere Generatoren erforderlich sind.

Beim vom Netz abgekoppelten Betrieb (Inselbetrieb) ist der Generator als separat abgeleitetes System zu behandeln. Hierbei muss, zusätzlich zum Anschluss des Gehäuses an den PE-Leiter der Verbindungsleitung, eine lokale Systemerdung hergestellt werden. 
Dies erfolgt i.dR. durch eine Verbindung des Generator-Neutralleiters (N) mit dem Schutzleiter (PE) und einem lokalen Erder (z. B. Kreuzerder), um eine sichere Spannungsreferenz zu schaffen, Fehlerströme abzuleiten und das korrekte Ansprechen von Schutzeinrichtungen zu gewährleisten.

ATS

Der ATS ermöglicht die vollautomatische Umschaltung bei Netzausfall auf den Generator. In dem Fall sendet das ATS ein Startsignal an den Generator. Dieser läuft an und wird, nach Erreichen der Solldrehzahl und stablier Spannung, auf den Hausanschluss geschaltet.

Kehrt die Netzversorgung zurück, wartet das ATS eine vorgegebene Zeitdauer, um sicherzustellen, dass das Netz tatsächlich stabil ist. Danach schaltet es auf Netzbetrieb zurück und stoppt den Generator.

Damit das ATS auch bei Netzausfall und der Überbrückungszeit bis zur Übernahme der Versorgung über den Generator betriebsfähig bleibt, sind eine 24V DC Versorgung über zwei seriell geschaltete Akkus, sowie ein 230V-Ladegerät für diese Akkus erforderlich.

System-Konfiguration

Sowohl der Controller des Generators, als auch des ATS sind via USB (USB A auf USB B-Kabel) und entsprechender Windows-Software konfigurierbar. In der Regel sind die System-Einstellungen werksseitig bereits betriebsfähig vorkonfiguriert.

Die Controller-Software für den ATS ist der CommServer und BoardPrg4 (hier findet sich ein Link SICES Software Download) von MeccAlte, für den Generator die DSE Configuraton Suite von Deep Sea Electronics PLC.

Bei Erstinbetriebnahme ist es ratsam zunächst die Systemdaten zu laden und zu sichern, um stets den Werkszustand als Backup zu haben.

Installasjon

Sämtliche Arbeiten an ATS und Generator, sowie die Anbindung von Netz, Last und Generator sind ausschließlich durch qualifiziertes Fachpersonal vorzunehmen!

Der ATS wird nahe des Hausanschlusses und Verteilerkastens installiert, um kurze Wege und eine lokale Einheit aller relevanten Komponenten zu ermöglichen.

Die Leistungsanschlüsse von Phasen-, Null- und PE-Anschlüsse des ATS sind auf maximal 16 mm² Rohrkabelschuhe ausgelegt. Das Anzugsdrehmoment für die Hauptanschlussklemmen der ABB-Schütze Typ AF26.40.00.13 beträgt 2,5 Nm, für die Spulenklemmen des Steuerkreises 1,2 Nm.

Die Eingangsseite ist mit „L“, die Ausgangsseite mit „T“ gekennzeichnet:

L1
L2
L3
N

1L1
3L2
5L3
7L4

2T1
4T2
6T3
8T4

Im Verteilerkasten wird die Verbindung zwischen Ausgang Hauptschalter und Eingang FI-Schalter aufgetrennt. Die auf der Eingangsseite des Hauptschalters eingehenden Phasen werden vom Ausgang des Hauptschalters auf die unteren Anschlüsse des grauen Klemmenblocks des ATS, gelennzeichnet mit L1 – L2 – L3 aufgelegt.
Der vom Hauptanschluss kommende Neutralleiter wird an die Klemme N des selben Klemmenblocks angeschlossen.

Das linke ABB-Schütz wird mit den eingangsseitigen Leitungen L1, L2, L3 und N des FI-Schalters, das rechte ABB-Schütz mit den eingehenden L1, L2, L3 und N-Leitern des Generators verbunden.

Im Generator werden die vom ATS kommenden L1, L2, L3 und N-Leitungen mittels Ringkabelschuhen direkt an den unteren, mit den als GENSET U, V, W, N gekennzeichneten Anschlüsse des dortigen FI-Schalters angeschlossen.

Letztlich bleiben noch zwei Leitungen für die Übertragung des Start-/Stop-Signals vom ATS Richtung Generator. Diese werden mit den Anschlüssen 102 und 103 unterhalb der linksseitigen Klemmen 112 und 113 verbunden.

Am Generator werden die ATS Anschluss Klemme 102 auf Klemme 42* (Digital-Input A) des DSE6120 MKIII AMF und die ATS Anschluss Klemme 103 auf Klemme 1 (Batterie Minus) des DSE6120 MKIII AMF gelegt.

*Alle Digital-Eingänge A – H sind softwareseitig konfigurierbar. Die entsprechende funktionale Zuordnung ist VOR Anschluss der ATS-Verkabelung zu prüfen und ggf. anzupassen!

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